Seenotrettungsboot SRB 88 auf seiner ersten Kontrollfahrt

Nachdem die 2003 in Dienst gestellte, 46m lange Hermann Marwede den Eindruck machte, bei der DGzRS sei der Wohlstand ausgebrochen, scheint man sich inzwischen an den holländischen Rettungsbooten zu orientieren, die kleiner und wesentlich schneller sind, wobei sie ohne umständliche Tochterboot-Manöver auch Flachwassergebiete befahren können. Die Herrmann Marwede sollte ja zum Einsatz kommen, wenn grössere Schiffsbesatzungen abgeborgen werden müssen. In der Nordsee sind jedoch soviele Schiffe unterwegs, die ebenfalls Hilfe leisten können. Ob die Herrmann Marwede überhaupt jemals entsprechend ihres zugedachten Zweckes zum Einsatz kam, ist fraglich.

 

Holland

Für den SAR-Dienst stehen heute 78 Rettungseinheiten unterschiedlicher Größe zur Verfügung.[10] Davon sind 34 größere Seenotrettungsboote mit mehr als 10 Meter Länge. Alle Rettungsboote sind vom Aufbau her Festrumpfschlauchboote (RIB) und nutzen für den Antrieb Waterjets. Gegenüber Schraubenantrieb besitzen die Waterjets den Vorteil, dass sie keine beweglichen Teile im Wasser aufweisen. Bei Grundberührungen können keine Beschädigungen des Antriebs erfolgen und für Menschen im Wasser stellen sie keine Gefahr dar. Der Nachteil des relativ geringen Wirkungsgrads eines Waterjet-Antriebs muss durch höhere Motorleistung ausgeglichen werden. Die Boote erreichen Geschwindigkeiten bis zu 35 Knoten.

Rettungsboote der KNRM

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