Mini Transat 2021 – es kommt Sturm auf – Lina Rixgens bereits an Land gefüchtet – Melwin segelt einfach weiter

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30 kn und mehr soll es innerhalb der nächsten 24 h geben.  Vernünftigerweise haben daher etliche Segler bereits einen Hafen angelaufen

Melwin Fink segelt einfach weiter und riskiert damit sehr viel. Er könnte jedoch mit einem blauen Auge und Platz 1 davonkommen.   Schlagzeilen – positive wie auch negative – sind ihm sicher

FLASH UPDATE
Neues von der Mini Transat
Die Wettervorhersage für den morgigen Tag birgt große Herausforderungen für die Teilnehmer. Über dem Golf von Biskaya und an der Nordwestspitze der Iberischen Halbinsel zieht ein Tiefdruckgebiet durch. 😱 In diesen Gebieten werden Böen von bis zu 50 Knoten bei schwierigem Seegang erwartet. Es wurde eine Unwetterwarnung herausgegeben, die von der Regattaleitung an alle Teilnehmer weitergegeben wurde – zusammen mit dem Rat, gute Seemannschaft zu zeigen und Schutz zu suchen. Seit Erhalt der Nachricht haben sich bereits einige Teilnehmer dazu entschieden, ihr Rennen zu unterbrechen, um ihre Sicherheit und die ihres Bootes zu gewährleisten – wie die angezeigten Kurse auf dem Tracker zeigen. Die Häfen von Baiona, Camariña und La Coruña scheinen die bevorzugten Ziele der Segler zu sein, die diesen schwierigen Bedingungen am meisten ausgesetzt sind. Die am stärksten betroffenen Skipper sind wahrscheinlich die Nachzügler, aber für alle Mini-Segler, die sich bis morgen Abend noch nördlich des Breitengrades von Porto befinden, sieht es insgesamt kompliziert aus.
Wie sich Lennart entscheiden wird, ist derzeit noch offen. 👍Drückt ihm also weiterhin ganz feste die Daumen. Wir halten Euch auf dem Laufenden.
Stay tuned!
Melwin Fink Racing:
Tag 5 – Rang 14 von 65
Horrorartige Wetterbedingungen und Orcaangriffe vor Portugals Küste.
Wir glauben es kaum beim Blick auf die Monitore was Melwin Fink den gesamten Tag geleistet hat. Er hat wieder Plätze gut machen können und greift langsam aber sicher auf die Top10 an. Das ist Wahnsinn, denn schon jetzt hat er deutlich über 30 Plätze im Regattafeld seit dem Start aufholen können.
Die kommenden Stunden werden brutal und stecken voller Horrorszenarien. Es werden keine Fehler verziehen werden. Während die ersten vier Proto-Boote der Mini Transat EuroChef ihre Fahrt im portugiesischen Passat vor Nazaré mit guter Geschwindigkeit fortsetzen und die Serienboote (wo auch Melwin Fink dabei ist) nun das Kap Finisterre passiert haben, suchte im Laufe des Tages ein großer Teil der Flotte Schutz vor dem unangenehmen Tiefdruckgebiet, das in Kürze über den Golf von Biskaya und die nordwestliche Spitze der Iberischen Halbinsel ziehen wird.
Für morgen bzw. bereits in der Nacht sind in diesen Gebieten stabile Südwestwinde mit 30 Knoten und Böen bis 50 Knoten vorhergesagt. Das Wellensystem wird extrem anspruchsvoll zum Segeln sein für die Teilnehmer die weitergehen werden. Ob der Autopilot das packt ist fraglich. Es kann sein, dass viele Stunden von Hand gesteuert werden muss.
Die Häfen von Baiona, Camariña und A Coruña scheinen die bevorzugten Orte für die Teilnehmer zu sein, die sich entschieden haben ihr Rennen auf Eis zu legen und abzuwettern.
Das Boot bzw. Gaël Ledoux wurde heute leider Opfer eines Orcaangriffs. Besonders die aktuelle Nacht wird nervenaufreibend und voller Angst geprägt sein, denn das Spitzenfeld bewegt sich auf das sog. Orka-Revier zu. In den letzten Monaten ist es in diesem Seeraum immer wieder zu Übergriffen von Orkas gegenüber von Booten gekommen.
Der Grund ist noch nicht valide geklärt, aber diese Übergriffe von Orkas stellen neben der vorherrschenden Wetterlage eine ernstzunehmende Bedrohung dar.
Kein schönes Gefühl dort nachts durch das Orka-Revier im Regattamodus zu müssen. Allein das Kreischen der Winde und das Rollen des Wellensystems sowie die Geräusche im Boot forderen mehr als 1.000% mentale Härte und eine beständiges Material. Es wäre ein Tanz auf der Rasierklinge weiterzusegeln.
Der Südweststurm wird gegen die vorherrschende Strömung aus Nord drücken und das Wasser zum Kochen bringen. Es gilt sich schnell nach Süden zu retten oder einen sicheren Hafen anzusteuern.
So wie sich die Lage für uns vor den Monitoren darstellt hat sich Melwin Fink entschieden erstmal weiterzusegeln und nicht in einem nördlichen Hafen Schutz zu suchen. Vielleicht geht er südlich mit der Spitzengruppe in einen Hafen. Hoffentlich hält das Material und die Orcas bleiben fern. 😟 wir halten Euch auf dem Laufenden.
Komm gut durch Melwin Fink und bitte heute ganz besonders fest für ihn und alle Anderen
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