Mini Transat 2021 – das voraussichtliche Gewinnerboot – Maxi 6.50

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Maxi 6.50  –  Hier sehen wir, dass bei Krängung nur die langgestreckte Kimm eintaucht, wodurch die benetzte Fläche und auch die Breite der Wasserlinie radikal minimiert und das Boot wahnsinnig schnell wird.

Gegenüber einer Pogo 3 hat die Maxi 6.50 den Vorteil dass Kimm und Kielflosse parallel ausgerichtet sind und daher in die gleiche Richtung fahren wollen, während bei der Pogo 3 (Melwin Fink, Lennart Burke) die Kimm bei Krängung in eine andere Richtung als die Kielflosse fahren möchte. Es ergibt sich dadurch eine dem Brems-Schneepflug (Skifahren) ähnliche Konstellation.

Ein „Plattbug“ ,wie auf SR zu lesen,  ist es übrigens nicht, sondern ein SCOW-Bug, der hinsichtlich zu bezwingender Wellen einer Auffahrrampe ähnelt.

Hugo Dhalenne liegt mit seiner Maxi 6.50 aktuell (09:00)  daher erwartungsgemäss 79,5 sm vor Melwin Fink, dem jedoch aus Etappe 1 ein Zeitvorsprung von 01:52:48 zugute kommt. Allerdings werden die knapp 2 Stunden nicht ausreichen, um ca. 80 sm aufzuholen. Demnach führt also derzeit Hugo Dhallenne mit seiner Maxi 6.50.

Vor der Sturmunterbrechung der Etappe 1 war Hugo Dhallenne mit der Maxi 6.50 übrigens auch vor Melwin Fink positioniert,  so dass es nur gerecht wäre, wenn er den Gesamtsieg erringen würde.

  • Maxi 6.50
  • Design : David RAISON
  • Rumpflänge : 6.50 m
  • Breite : 3,00 m
  • Tiefgang : 1,60 m
  • Verdrängung : 950 kg
  • Segelfläche gegen den Wind : 44 m2
  • Segelfläche vor Wind : 115 m2

https://www.idbmarine.com/doc/2020-maxi650.pdf

Die Maxi 6.50 verfügt offenbar über keinen T-Kiel (wie z.B. die Bente) sondern einen L-Kiel, der bei Grundberührung oder auch Seegras etc. Vorteile bietet. Möglicherweise sorgt das Kielgewicht bei Krängung dafür, dass die Kielflosse etwas twistet, d.h. gegenüber der Fahrtrichtung angestellt ist, so dass Lift nach Luv generiert wird.

 

 

 

 

#minitransat2021

 

 

 

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