
Mi, – 17.12.25 – 14:00
Zuviel riskiert ?
Die ersten drei Spitzbugboote liegen längst im Hafen. Offen ist jedoch die Frage, ob es klug war, die Boote so starkem Sturm und Wellengang auszusetzen. Jangada und Whiskey Jack zeigen uns, dass es auch materialschonender gegangen wäre, wobei sich an der Platzierung nichts geändert hätte. Die vielen Lastwechsel, d.h. die dynamische Beanspruchung des Riggs im Sturm kann sich schliesslich addieren und zu einer Materialermüdung führen. Es ja erst die Hälfte der Globe 40 geschafft. Im weiteren Verlauf kann es dann zu Brüchen kommen, selbst wenn die Wetterbedingungen moderat sind. Siehe Beispiel der Next Generation.

Sturm in der Bass Strait

Ausser Freedom sind auch die Brasilianer sowie Lieschen Berger mit Wilson vom Sturm betroffen.
Die Meerenge ist an der schmalsten Stelle etwa 200 Kilometer breit,[1] die durchschnittliche Wassertiefe beträgt nur etwa 50 Meter.Wie auch die anderen Gewässer um Tasmanien ist sie besonders wegen ihrer geringen Tiefe und für ihre raue See bekannt. Im 19. Jahrhundert gingen hier viele Schiffe verloren.
Erst stärkere Stahlschiffe und moderne Navigationsmethoden haben die Gefahr deutlich reduziert. Viele Schiffe, darunter auch große, Schiffe verschwanden spurlos oder hinterließen nur wenige Überreste. Trotz Mythen und Legenden von Piraten, Strandräubern und übernatürlichen Kräften ähnlich denen des Bermudadreiecks ist das Verschwinden von Schiffen eher der tückischen Kombination von Wind- und Strömungsbedingungen und den zahlreichen, teils unter Wasser befindlichen Felsen und Riffen zuzuschreiben.

Sieg in Sydney!
Class40 Credit Mutuel unter der Leitung von @ian_lipinski_credit_mutuel und @ameliegrassi setzt sich auf der dritten Etappe von Globus 40 durch.Eine intensive Regatta, eine beherrschte Ankunft und eine Leistung, die diesen australischen Zwischenstopp markiert.Kurs auf die Fortsetzung des Abenteuers!@imageinfrance_audiovisuel
Klasse40 Credit Mutuel glänzender Gewinner in Sydney
Nach 19 Tagen, 18 Stunden, 53 Minuten und 43 Sekunden trommelnd von der Insel Réunion gewannen Ian Lipinski und Amélie Grassi auf dem Boot Crédit Mutuel in Sydney die 3. Etappe der Globe40 mit Bravour vor der Besatzung von Belgium Ocean Racing – Curium.
Class40 Crédit Mutuel gewinnt damit ihr drittes Rennen in dieser Ausgabe nach einem ersten Erfolg im Prolog (Lorient-Cadiz) und anschließend einen zweiten zwischen Cádiz und Mindelo (Kap Verde) und erobert Platz 2 in der Gesamtwertung dieses sieben Etappen-Rennens.
Zum Nachlesenhttps://www.skippercreditmutuel.fr/le-class40-credit…/
Bild in Frankreich / Credit Mutuel

Amelie und Ian – die Gewinner der Herzen


Fr. – 01:00 – Da stimmt doch etwas nicht !!!

FLASH NEWS: MORGEN, FREITAG, ANKOMMEN IN SYDNEY BAY DER GEWINNER DER LEG 3 – laut Prognosen Gewinner von Leg 3 des GLOBE40 (den Namen werden wir nicht vor dem Ziel nennen… ) sollte morgen Nachmittag, Freitag, zwischen 15:00 und 17:00 Uhr Ortszeit (5:00 bis 6:00 Uhr Pariser Zeit) in der magischen Umgebung der Sydney Bay ankommen; australische Freunde, kommt und grüßt auf dem Wasser (ohne dem Boot zu nahe zu kommen, das immer noch Rennen fährt) die tapferen Segler, die gerade mehr als 6.500 Meilen von Reunion Island im Indischen Ozean entfernt; die Ziellinie liegt zwischen Shark Island und der Südwestküste, mit Shark Island an Steuerbord; Die Rennverfolgungskarte wird die Positionen alle 15 Minuten 50 Meilen vom Ziel und alle 5 Minuten um 20 aktualisiert Meilen. Bis morgen!

Do. – 11.12.25 – 10:00
Amelie und Ian stehen mit Credit Mutuel kurz vor dem Zieleinlauf 143 sm vor den Belgiern, die sich vor zwei Tagen mit einem Südschlag verzockt hatten.
Die Spitzbugboote liegen weit zurück, da sie konstruktionsbedingt langsamer sind und quasi eine eigene Klasse bilden. Der Veranstalter unterscheidet daher zwischen:


10.12.25 – Lisa vom Attersee hat mit Wilson gestern Cape Leeuwin passieren können.
Ian Lipinski-Skipper Crédit Mutuel
[Wort der Kante – Tag 18]„Die Bedingungen ändern sich im Moment komplett: Endlich ist das Wetter gut, wir konnten alle Schichten entfernen, die Fangzähne rausziehen und die Wäsche in der Sonne trocknen lassen. Ein bisschen Wellen ist noch übrig, aber nur 12 Windknoten, so konnten wir das Material ins Boot ziehen, die große Spi schicken und das Hochsegel hissen… Kurz gesagt, es hat nichts mehr mit den letzten Tagen zu tun. Normalerweise sollte man jetzt etwas Zeit haben bis zum Ziel.
In den letzten Tagen haben wir unsere vierte Depression durchgemacht. Wir sind ohne Spi gesegelt, weil es zu windig war, aber man konnte es anbieten, also kamen wir trotzdem gut voran. Das Leben an Bord war wirklich wild. Und dann waren wir in den letzten zwei Tagen ein bisschen verärgert: Die Belgier sind wieder in den Süden gefahren, um wieder kräftigen Wind zu bekommen, während wir das Spiel lieber etwas beruhigen wollten. Wir haben uns geärgert, sie nicht zu markieren, aber wir haben uns schließlich entschieden, ihnen nicht zu folgen. Also waren wir ein bisschen gestresst.Glücklicherweise hatten wir gestern eine Winddrehung, die es uns ermöglicht hat, uns weit vorne zurückzuziehen, was uns wirklich gefreut hat.Hier geht’s zu den Nachrichten! Sonst ist alles in Ordnung. Wir haben ein paar blaue Flecken und sind ein bisschen abgenutzt, aber wir sind froh, dass sich die Bedingungen ändern und wir in vier Tagen ganz normal näher an Sydney kommen. »
Globe40: Reunion-Sydney Die letzten drei Tage waren intensiv! Nach unserer Zählung alle vier Stunden ein Problem… Alles begann mit dem Verlust unseres „alten“ Spinnakers, des treuen A5, der uns eine starke Aufholjagd ermöglicht hatte. Dann gab es gleich mehrere Ruderausschläge. Schließlich beschlossen wir, zunächst die verfügbaren Segel zu testen und zu sehen, ob wir damit unsere Leistung halten konnten. Dafür mussten wir unsere Taktik, den Kurs usw. ändern, und am Ende sahen wir, wie Free Dom an Geschwindigkeit gewann und uns weit hinter sich ließ, während Wilson näher kam. Die Regattaregeln erlauben uns, ein zusätzliches Segel unserer Wahl mitzuführen. Wir entschieden uns für einen geschlossenen und abgedichteten Spinnaker. Dessen Einsatz führt jedoch zu einer 5-Stunden-Strafe. Seit gestern haben wir einen besseren Spinnaker im passenden Bereich, und trotzdem hatten wir wieder Probleme mit dem Stopper. Wir entschieden uns für eine vorsichtige Vorgehensweise, sind aber bisher schneller als Wilson und Free Dom. Free Dom liegt weit zurück, und Wilson fällt immer weiter zurück! Man sollte bedenken, dass Free Dom auf dieser Etappe einen hochqualifizierten Profi-Skipper an Bord hat. Als wir gerade die Segel testeten, entschied er sich, das Tempo zu erhöhen und ein Risiko einzugehen – was sich auszahlte. Wir werden unser Tempo beibehalten, ohne die Risiken zu erhöhen. Wir befinden uns bereits in den Roaring Forties mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 42 Knoten. Diejenigen, die in der Gesamtwertung zurückliegen, müssen Risiken eingehen.

Di. – 9.12.25 – 02:00 – 32h Wettervorschau
Im Süden zieht Sturm auf. Die Brasilianer flüchten bereits gen Norden. Lisa sollte es also mit dem Südkurs nicht übertreiben sondern auszuweichen versuchen.

Mo. – 8.12.25 – 14:00
Der Verzweifelungsschlag der Belgier ging anscheinend in die Hose. 81 sm Rückstand laut Tracker gegenüber Amelie und Ian.
Bei den Spitzbugbooten beweist Lisa vom Attersee ihre Lernfähigkeit, denn mit der südlichsten Position aller Boote gelang es ihr nahe der Ice Exclusion Zone, etliche Meilen gegenüber Barco Brasil gutmachen. „Wilson liebt die brüllenden Vierzigste! ![]()
“ teilt sie uns mit, wobei sie schon an ihr nächstes Projekt, eine Solo-Weltumsegelung zu denken scheint.

So. – 7.12.25 – 14:00
An der Spitze sehen wir offenbar einen Verzweifelungsschlag der Belgier. Sie scheinen unten um Tasmanien herumsegeln zu wollen, während die Franzosen (Amelie und Ian) die raue Bass Strait passieren wollen.
Auch wenn der Split für uns interessant ist, sieht die Strategie der Belgier nicht so erfolgversprechend aus und meine Sympathien gelten ohnehin eher der kleinen Amelie und Ian.

So. – 7.12.25 – 10:00
Lisa Berger, das 34-jährige Nachwuchstalent vom Attersee begann erst mit 23 Jahren das Regattasegeln. Wir sehen sie im Kielwasser der Belgier gefährlich nahe an die Ice Exclusion Zone heransegeln. Offenbar möchte sie die 60 sm weiter nördlich segelnden Brasilianer überholen, denn gute Platzierungen sind neben Medienpräsenz wichtig, um Sponsoren auf sich aufmerksam zu machen. Hoffentlich ist Wilson solider konstruiert als Next Generation, deren Rigg offenbar von den Rookies überbelastet bzw. zerballert wurde.








